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Habitateignung
Die Bewertung der Habitateignung erfolgte im Geografischen Informationssystem der Nationalparkverwaltung. Dabei wurden sowohl eigene Felderhebungen (Telemetriedaten) als auch allgemeine ökologische Zusammenhänge berücksichtigt (siehe Habitatmodellierung). Die eigentliche Modellentwicklung erfolgte in mehreren Schritten, die auch verschiedene Validierungsroutinen umfassten. Dadurch konnten die bei Modellbildungen unvermeidbaren Unschärfen erheblich reduziert werden. Aufgrund der ausgeprägten saisonalen Unterschiede
in der Habitatnutzung
und der deutlichen Differenzierung der Habitatansprüche zwischen
den beiden Habitatnutzungstypen "Grat- bzw. Waldgams" war es
erforderlich, die Habitateignung in insgesamt 6 separaten Modellen zu
bewerten. Nur so waren differenzierte Aussagen zu realisieren.
Die 3 Verteilungsmuster
zeigen, dass es zwischen den beiden Habitatnutzungstypen je nach Jahreszeit zu unterschiedlich ausgeprägten Nischendifferenzierungen kommt. Durch die Berechnung räumlicher Korrelationskoeffizienten lässt sich das Ausmaß der Nischenüberlappung quantifizieren. Demnach kommt es insbesondere im Frühjahr, wenn erste hochqualitative Nahrung in den unteren, südexponierten Hanglagen verfügbar wird, zu einer intensiven Nischenüberlappung beider Habitatnutzungstypen. Auch im Winter ähnelt sich das Verteilungsmuster; allerdings liegen gute Habitateignungen zu dieser Jahreszeit für "Gratgams" wesentlich höher als für "Waldgams". Die größten Ähnlichkeiten im Verteilungsmuster ergeben sich zwischen den Frühjahrseinständen von "Gratgams" und den Wintereinständen von "Waldgams" während sich die Sommereinstände von Gratgemsen und die Frühjahrseinstände von Waldgemsen am deutlichsten unterscheiden.
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